Chronische Erschöpfung - Mitochondrien sind die Ursache

Der Bereich Mitochondrienmedizin findet immer mehr Beachtung. Obwohl in diesem sehr "modernen" Bereich der Medizin wohl die Ursachen vieler chronischer Erkrankungen und insbesondere chronischer Erschöpfung liegen und mithin auch therapiert werden können, können oder wollen die meisten Schulmediziner noch nichts damit anfangen. Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und tue alles dafür, die Leistung meiner kleinen Energiekraftwerke zu steigern und diese zu reparieren. Dieser erste Teil zum Thema Mitochondrien beschreibt diese kurz, erläutert, wie sie durch verschiedenste Einflüsse gestört werden können und wie sich eine solche Störung auf Eure Gesundheit auswirkt. Im zweiten Teil erfahrt Ihr dann, wie Ihr Eure Kraftwerke und damit Eure Energieversorgung wieder reparieren könnt.

Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen. Sie sind winzige Zellorganellen, welche sich zu hunderten bzw. tausenden in fast allen unseren Zellen finden. Hier sind sie insbesondere für die Energieversorgung durch die Produktion von ATP zuständig, welches über die sogenannte Atmungskette regeneriert wird. 

 

Die Energie hierfür kommt aus unserer Nahrung in Kombination mit Sauerstoff. So werden insbesondere Kohlenhydrate (durch Glykolyse, Pyruvat-Dehydrogenase, Citratzyklus, Atmungskette) und Fettsäuren (Citratzyklus, Atmungskette) zur Energiegewinnung in den Mitochondrien verwertet.

 

Unsere Mitochondrien sind jedoch sehr empfindlich und können leicht beschädigt werden. Dafür verantwortlich sind insbesondere oxidativer StressNitrostress und diverse Umweltgifte und Toxine.

 

OXIDATIVER STRESS

Von oxidativem Stress spricht man dann, wenn im Körper die normale Menge an freien Radikalen (ROS) überschritten wird. Dies geschieht, wenn diese freien Sauerstoff-Radikalen, welche ganz natürlich bei der Bildung von ATP in der Atmungskette entstehen, nicht mehr von Antioxidantien im Körper neutralisiert werden können und dadurch überhand nehmen. Da die Mitochondrien sehr empfindlich gegenüber den Radikalen sind, werden sie nun geschädigt, wodurch die Energieversorgung beeinträchtigt wird. Wichtige Ursachen für oxidativen Stress sind:

 

o   hoher Energiebedarf durch körperliche Extrembelastung, dauerhafte Überlastung, mangelnde Regeneration

o   psychischer Dauerstress

o   chronische Erkrankungen

o   Infektionen, chronische Infektionen

o   chronische Entzündungen

o   Darmerkrankungen (z.B. leaky gut, Candida-Infektion), verringerte Aufnahme von Nährstoffen über die Darmschleimhaut

o   Schwermetallbelastung 

o   Rauchen und Alkohol 

o   Mangel an Nährstoffen (z.B. Glutathion, Selen,...) und Antioxidantien

o   übermäßige UV-Strahlung

o   schlechte Ernährung

 

Diagnose:

 

Ob bei Euch oxidativer Stress ein Problem ist, könnt Ihr in modernen Laboren (z.B. Ganzimmun) untersuchen lassen. Hier sind z.B. Messungen von Lipidperoixden, Isoprostanen, oxidiertem LDL, DNS-Oxidation, sowie Glutathion (oxidiert/reduziert) sinnvoll. Oft werden einige davon im Paket angeboten.

 

Nitrosativer stress/nitrostress

Beim Nitrostress liegt ebenfalls einen erhöhte Belastung mit Radikalen vor, hier jedoch mit Stickstoffmonoxid-Radikalen (NO). Diese kommen auch im gesunden Körper vor und sind an zahlreichen Funktionen beteiligt. In größeren Mengen allerdings schädigen sie unsere Zellen, DNA und Mitochondrien. Enzyme der Mitochondrien werden gehemmt. Die Energiegewinnung wird stark beeinträchtigt. Dadurch ist man müde, schnell erschöpft, die Muskeln haben keine Power, die kognitive Leistung geht zurück, die Verdauung leidet. Letztlich werden alle körperlichen Prozesse kompromittiert, welche Energie benötigen.

 

Obwohl noch nicht in der Schulmedizin angekommen, wird Nitrostress immer häufiger als Ursache und Begleiterscheinung zahlreicher Krankheiten diskutiert. Bei zahlreichen Krankheiten konnte Nitrostress schon festgestellt werden: CFS/M.E., Reizdarmsyndrom, MCS, MS, Fibromyalgie, Depressionen, Angststörungen, Schlafstörungen und einige mehr. Ursachen für Nitrostress sind insbesondere:

 

o   Trauma der Halswirbelsäule, instabile HWS, Wirbelsäulenverletzungen

o   chronische Stressbelastungen

o   körperliche Extrembelastung

o   Umweltgifte, Kosmetika

o   Schadstoffe in der Raumluft, z.B. Formaldehyd, Benzole

o   Schwermetallbelastung

o   Infektionen, chronische Infektionen

o   chronische Entzündungen

o   bestimmte Medikamente wie Antibiotika, Antidepressiva, Schmerzmittel, Beta-Blocker, Virustatika, Immunsuppressiva, Chemotherapie etc.

o   Rauchen und Alkohol

o   falsche Ernährung, kohlenhydrat- und zuckerlastige Ernährung, mangelnde Nährstoffversorgung

 

Diagnose: 

 

Eure Nitrostresslevel könnt Ihr entweder in der Atemluft, im Blut oder im Urin feststellen lassen. In der Atemluft wird NO direkt bestimmt. Im Blut sollte Nitrotyrosin gemessen werden, welches Hinweise auf Nitrostress liefert. Im Urin macht eine Kontrolle von Citrullin, Nitrophenylessigsäure und Methylmalonsäure Sinn. Auch letztere werden in modernen Laboren (z.B. Ganzimmun) häufig als Paket angeboten.

 

FOLGEN EINER MITOCHONDRIALEN STÖRUNG

Eine Störung der mitochondrialen Energiegewinnung wirkt sich letztlich auf alle Prozesse aus, welche Energie in Form von ATP benötigen. Und das sind (fast) alle in unserem Körper. Dabei sind die Körpersysteme, welche viel Energie benötigen und hierfür besonders viele Mitochondrien besitzen, früher und intensiver betroffen, als solche, die weniger Energie benötigen. Besonders viel Energie braucht etwa das Nervensystem. Daher sind frühe und unangenehme Symptome beeinträchtigter Energiegewinnung häufig Müdigkeit, Antriebslosigkeit, kognitive Probleme, abnehmende Gedächtnisleistung, langsamere Denkleistung, "brain fog", schlechteres Sehen etc. Aber auch die Entgiftung der Leber leidet, da sie viel Energie benötigt, genauso wie das Verdauungssystem. Häufige Blähungen, Verstopfungen, Magen- und Darmschmerzen, Sodbrennen und eine verminderte Aufnahme von Nährstoffen sind die Folge, was das Problem wiederum verschärft. 

 

Generell nimmt die Leistung aller Körpersysteme ab, sie laufen auf "Sparflamme". Neben der Denkleistung wird die sportliche Leistung immer schwächer. Immunsystem, Hormonsystem, Lymphsystem, Herz, Gehirn, Muskulatur - alle sind von einer eingeschränkten Energiegewinnung betroffen.

So können unbehandelte Mitochondriopathien langfristig zu neurodegenerativen Erkrankungen, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Adipositas und einigen anderen Erkrankungen führen.

 

Was Ihr tun könnt um Eure Mitochondrien wieder auf Vordermann zu bringen, erfahrt Ihr in Teil 2!

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Detailliertere, aber dennoch sehr gut verständliche Informationen findet Ihr im Buch "Mitochondrientherapie - die Alternative" von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Anja Schemionek

Bodo Kuklinski ist wohl der in Deutschland führende Mitochondrien-Experte und hat zahlreiche Publikationen und Bücher zum Thema veröffentlicht. Für eine Sprechstunde bei Ihm bin ich sogar bis nach Rostock gereist (Achtung: Wartezeit > 1 Jahr!). 

Zum Thema Mitochondrien und insbesondere Gehirnleistung empfehle ich euch Dave Asprey's Buch "Hirntuning". Hier sind die allerneusten Erkenntnisse gut verständlich verarbeitet.

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